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Ein Gemüse, viele Gerichte

Ein Sack Kartoffeln, eine Woche

Der 2,5-Kilo-Sack ist pro Kilo fast immer günstiger als das kleine Netz, und genau deshalb keimen in vielen Küchen am Ende der Woche die letzten Knollen vor sich hin. Mit einem Plan reicht ein Sack für fünf Abende, und keine Kartoffel muss grün werden.

  • 2,5 kg
  • 5 Gerichte
  • 2 Personen
  • 1 großer Kochtopf
Kartoffeln mit heller Schale in mehreren Spankörben nebeneinander

So wird der Sack aufgeteilt

  • 40 %1 kg Pellkartoffeln am ersten Abend – die Hälfte gleich, der Rest wird zu Bratkartoffeln
  • 20 %500 g für die Kartoffelsuppe
  • 20 %500 g für Ofenspalten
  • 20 %500 g für den Kartoffelsalat

Welche Sorte im Sack

Auf jedem Sack steht die Kocheigenschaft, und die entscheidet mehr als der Sortenname. Festkochende Kartoffeln behalten beim Kochen ihre Form, ihre Schnittfläche bleibt glatt: ideal für Salat, Bratkartoffeln und Gratin. Mehligkochende zerfallen leichter und werden locker, gut für Püree, Suppe und Klöße. Vorwiegend festkochende liegen dazwischen und sind die beste Wahl, wenn ein einziger Sack für alles reichen soll.

Beim Kauf lohnt ein Blick durch das Netz oder in den offenen Sack: Die Knollen sollten fest sein, ohne grüne Stellen, ohne lange Keime und ohne weiche, nasse Flecken. Ein, zwei kleine Kartoffeln mit Macken sind kein Problem, sie kommen einfach zuerst in den Topf.

Für diesen Plan nehmen wir vorwiegend festkochende Kartoffeln. Die Suppe wird damit etwas stückiger, der Salat hält trotzdem gut zusammen. Wer sich näher dafür interessiert, welche Kartoffelsorte wofür taugt, findet auf den Seiten der Ernährungsstellen ausführliche Übersichten.

Kleine Kartoffeln mit roter und heller Schale kochen in einem Topf auf dem HerdAufgebrochene Pellkartoffel neben einem Häufchen Salz auf einem HolzbrettTeller mit knusprig gebratenen Kartoffelstücken und gehackter Petersilie

1 · Pellkartoffeln mit Kräuterquark

Ein Kilo Kartoffeln gründlich waschen und in der Schale kochen, je nach Größe 20 bis 25 Minuten. Mit einem Messer prüfen: Gleitet es leicht hinein, sind sie fertig. Abgießen und kurz ausdampfen lassen.

Für den Quark 250 Gramm Quark mit einem Schluck Milch oder Wasser glatt rühren, mit Salz, Pfeffer, etwas Leinöl oder Rapsöl und allen Kräutern abschmecken, die gerade da sind. Die Hälfte der Kartoffeln ungeschält in den Kühlschrank stellen.

  • Abend 1
  • die Hälfte für Abend 2 zurücklegen
  • dazu: Gurke, Radieschen, Kohlrabi

2 · Bratkartoffeln vom Vortag

Gekochte, durchgekühlte Kartoffeln sind das Geheimnis guter Bratkartoffeln: Sie zerfallen nicht und werden knusprig. Schälen oder mit Schale in Scheiben schneiden und in einer großen Pfanne mit reichlich Öl bei mittlerer Hitze braten. Erst nach fünf, sechs Minuten wenden.

Gegen Ende eine Zwiebel in Streifen dazugeben, mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen. Dazu ein Ei oder ein Rest Krautsalat.

  • Abend 2
  • auch als Rösti: grob reiben, flach braten

3 · Kartoffelsuppe mit Majoran

500 Gramm Kartoffeln schälen und würfeln, mit einer Zwiebel, einer Karotte und einem Stück Sellerie in Öl anschwitzen, mit einem Liter Wasser oder Brühe auffüllen und 20 Minuten kochen. Etwa die Hälfte pürieren, den Rest stückig lassen. Kräftig mit Majoran, Muskat und Pfeffer abschmecken.

Die Schalen und Gemüseabschnitte vom Schälen kommen in die Tüte für die Brühe, die Kartoffelschalen am besten gründlich gewaschen.

  • Abend 3
  • hält drei Tage, lässt sich einfrieren

4 · Ofenspalten mit Joghurt-Dip

Die Kartoffeln mit Schale in Spalten schneiden, mit Öl, Salz, Paprikapulver und einer Prise Rosmarin mischen und mit Abstand auf einem Blech verteilen. Bei 220 Grad etwa 30 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.

Dazu Joghurt mit Knoblauch, Salz und Zitrone. Was übrig bleibt, schmeckt am nächsten Tag kalt im Salat oder kurz in der Pfanne erhitzt.

  • Abend 4
  • ein Blech reicht für zwei

5 · Kartoffelsalat mit Brühe

Die letzten 500 Gramm als Pellkartoffeln kochen, noch warm pellen und in dünne Scheiben schneiden. Eine fein gewürfelte Zwiebel in 150 Millilitern heißer Brühe kurz aufkochen, mit Essig, Senf, Salz und Pfeffer abschmecken und über die warmen Kartoffeln gießen.

Eine halbe Stunde ziehen lassen, dann erst Öl und Schnittlauch oder Petersilie dazu. Dieser Salat kommt ohne Mayonnaise aus und hält gut zwei Tage.

  • Abend 5
  • warm angemacht zieht er besser durch

Den Sack richtig lagern

Kartoffeln mögen es kühl, dunkel und luftig. Ein Keller ist ideal, in der Wohnung tut es ein kühler Schrank oder eine Kiste im Flur, weit weg von Herd und Heizung. In den Kühlschrank gehören rohe Kartoffeln nicht: Bei Kälte wandelt sich ein Teil der Stärke in Zucker um, sie schmecken dann süßlich und werden beim Braten schneller dunkel.

Die Plastiktüte sollte gleich nach dem Einkauf weg, weil sich darin Feuchtigkeit sammelt. Besser sind ein Papiersack, ein Korb oder eine Holzkiste. Zwiebeln und Äpfel gehören nicht direkt daneben, denn sie lassen Kartoffeln schneller keimen.

Kleine Keime und grüne Stellen werden großzügig weggeschnitten. Ist eine Knolle großflächig grün oder stark gekeimt, kommt sie nicht mehr in den Topf. Mit dem Plan oben kommt es dazu aber selten, weil der Sack nach fünf Abenden leer ist.

Schalen dran oder ab

Bei jungen Kartoffeln und dünnschaligen Sorten muss die Schale nicht ab: gründlich mit einer Bürste waschen genügt, besonders für Ofenspalten und Bratkartoffeln. Wer schält, tut es am besten nach dem Kochen, dann geht weniger verloren, und die Schale lässt sich mit einem kleinen Messer einfach abziehen. Rohe Kartoffelschalen landen gewaschen in der Brühe-Tüte im Gefrierfach oder werden, mit Öl und Salz gemischt, zu knusprigen Schalenchips gebacken, während ohnehin ein Blech im Ofen ist.

Wenn es doch zu viel ist

Gekochte Kartoffeln halten im Kühlschrank etwa drei Tage. Wer merkt, dass ein Abend ausfällt, kocht die Portion trotzdem und plant sie als Bratkartoffeln oder Rösti ein. Ganze rohe Kartoffeln lassen sich nicht gut einfrieren, Kartoffelsuppe und Püree dagegen schon. Und was an Bratkartoffeln oder Ofenspalten übrig bleibt, landet am Ende der Woche auf dem Freitagsteller unter einem Omelett. Wie Kartoffeln in einen ganzen Wochenplan passen, zeigt der erste Kreis, Ein Einkauf, fünf Abende.

Zum Nachlesen: Bundeszentrum für Ernährung: Kartoffeln · Bundeszentrum für Ernährung: Kartoffeln vom Einkauf in die Küche

Mengen und Garzeiten sind Richtwerte aus unserer Küche. Jeder Herd heizt anders, und kein Kohlkopf wiegt genau so viel wie der nächste.