Welche Sorte im Sack
Auf jedem Sack steht die Kocheigenschaft, und die entscheidet mehr als der Sortenname. Festkochende Kartoffeln behalten beim Kochen ihre Form, ihre Schnittfläche bleibt glatt: ideal für Salat, Bratkartoffeln und Gratin. Mehligkochende zerfallen leichter und werden locker, gut für Püree, Suppe und Klöße. Vorwiegend festkochende liegen dazwischen und sind die beste Wahl, wenn ein einziger Sack für alles reichen soll.
Beim Kauf lohnt ein Blick durch das Netz oder in den offenen Sack: Die Knollen sollten fest sein, ohne grüne Stellen, ohne lange Keime und ohne weiche, nasse Flecken. Ein, zwei kleine Kartoffeln mit Macken sind kein Problem, sie kommen einfach zuerst in den Topf.
Für diesen Plan nehmen wir vorwiegend festkochende Kartoffeln. Die Suppe wird damit etwas stückiger, der Salat hält trotzdem gut zusammen. Wer sich näher dafür interessiert, welche Kartoffelsorte wofür taugt, findet auf den Seiten der Ernährungsstellen ausführliche Übersichten.
Den Sack richtig lagern
Kartoffeln mögen es kühl, dunkel und luftig. Ein Keller ist ideal, in der Wohnung tut es ein kühler Schrank oder eine Kiste im Flur, weit weg von Herd und Heizung. In den Kühlschrank gehören rohe Kartoffeln nicht: Bei Kälte wandelt sich ein Teil der Stärke in Zucker um, sie schmecken dann süßlich und werden beim Braten schneller dunkel.
Die Plastiktüte sollte gleich nach dem Einkauf weg, weil sich darin Feuchtigkeit sammelt. Besser sind ein Papiersack, ein Korb oder eine Holzkiste. Zwiebeln und Äpfel gehören nicht direkt daneben, denn sie lassen Kartoffeln schneller keimen.
Kleine Keime und grüne Stellen werden großzügig weggeschnitten. Ist eine Knolle großflächig grün oder stark gekeimt, kommt sie nicht mehr in den Topf. Mit dem Plan oben kommt es dazu aber selten, weil der Sack nach fünf Abenden leer ist.
Schalen dran oder ab
Bei jungen Kartoffeln und dünnschaligen Sorten muss die Schale nicht ab: gründlich mit einer Bürste waschen genügt, besonders für Ofenspalten und Bratkartoffeln. Wer schält, tut es am besten nach dem Kochen, dann geht weniger verloren, und die Schale lässt sich mit einem kleinen Messer einfach abziehen. Rohe Kartoffelschalen landen gewaschen in der Brühe-Tüte im Gefrierfach oder werden, mit Öl und Salz gemischt, zu knusprigen Schalenchips gebacken, während ohnehin ein Blech im Ofen ist.
Wenn es doch zu viel ist
Gekochte Kartoffeln halten im Kühlschrank etwa drei Tage. Wer merkt, dass ein Abend ausfällt, kocht die Portion trotzdem und plant sie als Bratkartoffeln oder Rösti ein. Ganze rohe Kartoffeln lassen sich nicht gut einfrieren, Kartoffelsuppe und Püree dagegen schon. Und was an Bratkartoffeln oder Ofenspalten übrig bleibt, landet am Ende der Woche auf dem Freitagsteller unter einem Omelett. Wie Kartoffeln in einen ganzen Wochenplan passen, zeigt der erste Kreis, Ein Einkauf, fünf Abende.
Mengen und Garzeiten sind Richtwerte aus unserer Küche. Jeder Herd heizt anders, und kein Kohlkopf wiegt genau so viel wie der nächste.