Wenn ein Abend ausfällt: Pellkartoffeln, gegarte Linsen und Krautsalat halten im Kühlschrank drei bis vier Tage. Der Plan verschiebt sich dann einfach um einen Tag. Nur das Brot solltest du im Blick behalten und notfalls in Scheiben einfrieren.
Warum die Reihenfolge so ist
Der Plan folgt keiner Laune, sondern der Haltbarkeit. Was gegart am längsten hält, wird am Anfang gekocht: Pellkartoffeln und Linsen überstehen ein paar Tage im Kühlschrank ohne Qualitätsverlust. Der Kohl wird an drei Abenden verbraucht, aber jedes Mal in einer anderen Form, damit am Donnerstag niemand stöhnt. Das Brot steht am Ende, weil es dann ohnehin altbacken ist, und genau so braucht man es für einen Brotsalat.
Eine zweite Regel steckt in der Matrix: Kein Abend fängt bei null an. Montag und Dienstag sind etwas aufwendiger, ab Mittwoch wird nur noch kombiniert, aufgewärmt oder in den Ofen geschoben. Wer unter der Woche lange arbeitet, kann die Pellkartoffeln und die Linsen auch am Sonntag kochen und ist dann an jedem Abend in einer halben Stunde fertig.
Ersetzen statt nachkaufen
Fehlt etwas, wird getauscht, nicht noch einmal losgegangen. Statt Weißkohl funktionieren Spitzkohl oder Wirsing, beide garen etwas schneller. Statt Tellerlinsen gehen Berglinsen, rote Linsen zerfallen dagegen und eignen sich nur für die Suppe. Bergkäse lässt sich durch jeden würzigen Hartkäse ersetzen, Joghurt durch Quark, den man mit einem Schluck Wasser glatt rührt. Und wer kein Sauerteigbrot mag: Jedes kräftige Mischbrot wird am Freitag zu guten Brotwürfeln, Weißbrot weicht dagegen schneller durch.
Für eine Person oder für vier
Für eine Person halbiert man fast alles, nur nicht den Kohl, denn ein halber Kopf ist schwer zu bekommen. Dann wird aus dem Donnerstag ein großes Blech, dessen Rest am Samstag mittags noch einmal warm gemacht wird. Für vier Personen werden die Mengen verdoppelt, bis auf Zwiebeln, Knoblauch und Zitrone, die locker reichen.
Wie es nach diesem Grundplan weitergeht, zeigen der zweite Kreis mit der Gemüsekiste und die Seite über den ganzen Weißkohl, der hier an drei Abenden auf dem Tisch steht.
Mengen und Garzeiten sind Richtwerte aus unserer Küche. Jeder Herd heizt anders, und kein Kohlkopf wiegt genau so viel wie der nächste.