Ein Einkauf. Fünf Abende. Und am Ende ist der Kühlschrank leer.
In der Kreisküche wird nicht Rezept für Rezept gekocht, sondern Woche für Woche. Jeder Plan beginnt mit einem einzigen Einkaufszettel, und jedes Gericht gibt etwas an das nächste weiter: die doppelte Portion Linsen, die halbe Kohlhälfte, das Brot vom Wochenanfang.
So landet weniger im Müll, der Einkauf bleibt überschaubar, und abends muss niemand lange überlegen, was es gibt. Die Pläne sind vegetarisch, für zwei Personen gerechnet und mit Zutaten, die jeder Supermarkt führt.
Zum ersten Kreis5 Abendefür 2 Personen
Mo · Kohlpfanne
Di · Linsensuppe
Mi · Krautsalat
Do · Ofengemüse
Fr · Brotsalat
Ein Zettel
Eingekauft wird einmal. Was fehlt, wird ersetzt statt nachgekauft: Petersilie statt Koriander, Bergkäse statt Parmesan, Zwiebel statt Schalotte.
Doppelt kochen
Linsen, Kartoffeln, Reis: Was ohnehin im Topf ist, wird für zwei Tage gekocht. Der Rest ist die Grundlage für morgen und spart einen Abend Arbeit.
Der letzte Abend räumt auf
Der letzte Abend hat kein festes Rezept. Er verwertet, was noch da ist, und dafür gibt es ein paar verlässliche Grundmuster.
Die Kreise
Die Wochenkreise
Ein Einkauf, mehrere Abende: Pläne, in denen jedes Gericht etwas an das nächste weitergibt.
- Ein Einkauf, fünf Abende
Weißkohl, Linsen, Kartoffeln, Brot: der Grundplan für zwei Personen, mit Zettel, Matrix und Übergaben.
- Kreis 2: Die Gemüsekiste
Wenn die Kiste mehr bringt als geplant: ein flexibler Plan, der zuerst kocht, was am schnellsten welkt.
- Kreis 3: Kühlschrank-Inventur
Drei Abende nur aus dem, was schon da ist, plus einem kleinen Nachkauf. Mit Inventur in zehn Minuten.
Ein Gemüse, viele Gerichte
Ein großes Stück, ein Sack, ein Bund: wie man es aufteilt, bevor es welkt.
- Ein Weißkohl, vier Gerichte
Wie man einen ganzen Kohlkopf aufteilt, ohne am vierten Tag keinen Kohl mehr sehen zu können.
- Ein Sack Kartoffeln, eine Woche
Ein Sack mit 2,5 Kilo, fünf Gerichte: vom Pellkartoffel-Abend bis zum Kartoffelsalat, ohne dass eine Knolle keimt.
- Altbackenes Brot: sechs Verwendungen
Brotsalat, Arme Ritter, Knödel, Croutons, Suppe, Brösel: was aus dem Laib wird, wenn er nicht mehr frisch ist.
- Ein Bund Petersilie bis zum letzten Stiel
Pesto, Kräutersalat, Gremolata, Brühe, Kräuterwürfel: ein ganzer Bund, ohne dass ein Stiel übrig bleibt.
Grundmuster
Kein Rezept, sondern ein Gerüst für den Abend, an dem nur noch Reste da sind.
- Der Freitagsteller: Grundmuster für Restegerichte
Kein Rezept, sondern ein Gerüst: fünf Muster für den Abend, an dem nur noch Reste da sind.
So liest du einen Kreis
Der Zettel steht immer am Anfang: alles, was für die ganze Woche gekauft wird, mit Mengen. Grundzutaten wie Öl, Essig, Senf und Gewürze setzen wir voraus.
Die Matrix zeigt, an welchem Abend welche Zutat gebraucht wird. Ein voller Punkt ist die Hauptrolle, ein halber eine Nebenrolle.
Die Übergabe am Ende jedes Abends sagt, was in den Kühlschrank wandert und am nächsten Tag weiterverwendet wird.
Reste-Register
Was übrig ist, und was am nächsten Tag daraus werden kann.
- Altbackenes Brot
- Brotsalat, Semmelknödel, geröstete Brotwürfel für Suppen
- Gekochte Kartoffeln
- Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Rösti
- Angeschnittener Kohl
- Krautsalat, Krautfleckerl, Kohlsuppe
- Gegarte Linsen
- Salat mit Senf-Vinaigrette, Bratlinge, Nudelsauce
- Kräuterstiele
- fein gehackt in Pesto, Dressing oder Brühe
- Welkes Blattgemüse
- kurz gedünstet unter Nudeln, in Omelett oder Suppe
- Halber Becher Joghurt
- Dip mit Knoblauch, Marinade für Ofengemüse
- Ein Rest Käse
- gerieben über Aufläufe, Omelett, Brotsalat
- Gemüseschalen
- im Gefrierbeutel sammeln, dann Gemüsebrühe
- Gekochter Reis
- gebratener Reis, Füllung für Paprika oder Kohlblätter