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Kreis 2

Kreis 2: Die Gemüsekiste

Eine Abokiste oder ein großer Einkauf auf dem Markt bringt oft mehr, als man geplant hatte, und nicht alles hält gleich lang. Dieser Kreis dreht die Frage um: Nicht das Rezept bestimmt, was gekauft wird, sondern das Gemüse bestimmt, was wann gekocht wird.

  • 2 Personen
  • 5 Abendessen
  • kleiner Nachkauf
  • vegetarisch
Holzkisten mit Rote Bete, Rotkohl, Knollensellerie und Süßkartoffeln, nebeneinander von oben

Inhalt der Kiste

  • Mangold1 Bund
  • Lauch2 Stangen
  • Kartoffeln1 kg
  • Rote Bete500 g
  • Karotten500 g
  • Knollensellerie1 kleine
  • Hokkaido-Kürbis1 kleiner
  • Rotkohl½ Kopf
  • Äpfel3 Stück
  • dazu gekauft: Feta200 g
  • dazu gekauft: Eier6 Stück
  • dazu gekauft: Nudeln250 g

9 Posten aus der Kiste · 3 dazu

● Hauptzutat des Abends · ◐ kleiner Teil. Zwiebeln, Knoblauch, Öl, Essig, Senf und Gewürze setzen wir im Vorrat voraus. Die Äpfel kommen am Freitag in den Salat oder vorher als Nachtisch weg.
ZutatMoDiMiDoFr
Mangoldjateilweise
Lauchja
Kartoffelnjaja
Rote Betejateilweise
Karotten, Sellerieteilweisejateilweise
Kürbisjaja
Rotkohlja
Fetajateilweiseja
Eierja

Die Kiste zuerst sortieren

Bevor irgendetwas gekocht wird, kommt alles auf den Tisch und wird in drei Gruppen geteilt. Diese zehn Minuten entscheiden über die ganze Woche, denn sie legen die Reihenfolge fest. Blattgemüse und Kräuter welken am schnellsten und kommen an den Anfang. Lauch und Brokkoli halten einige Tage. Wurzeln, Kohl und Kürbis haben Zeit und dürfen warten.

GruppeBeispieleungefähr haltbar
zuerstMangold, Spinat, Salat, Kräuter1 bis 3 Tage im Kühlschrank
in der WochenmitteLauch, Brokkoli, Fenchel, Zucchini4 bis 7 Tage im Kühlschrank
hat ZeitRote Bete, Karotten, Sellerie, Kohl2 bis 3 Wochen im Gemüsefach
gar nicht in den KühlschrankKürbis im Ganzen, Kartoffeln, Zwiebelnkühl, dunkel und luftig lagern

Das Grün von Karotten und Rote Bete sofort abdrehen: Es zieht Wasser aus der Knolle, und die Rüben werden schneller weich. Das Rote-Bete-Grün lässt sich übrigens wie Mangold verwenden, die Blätter am Montag also einfach mit in die Pfanne geben.

Rote Bete mit Blättern in einer Holzkiste, von oben
Mangold mit roten Stielen und großen grünen Blättern im Beet

MontagMangold-Nudeln mit Feta

Mangold ist das empfindlichste Gemüse der Kiste, deshalb ist er heute dran. Stiele und Blätter trennen: Die Stiele in kleine Stücke schneiden und mit einer Zwiebel und zwei Knoblauchzehen in Öl fünf Minuten anbraten. Dann die grob geschnittenen Blätter dazu, nur so lange, bis sie zusammenfallen.

Die Hälfte der Nudeln kochen, mit dem Mangold und einem Schluck Nudelwasser mischen und die Hälfte des Fetas darüberbröseln. Ein paar Blätter, die nicht mehr in die Pfanne passen, kommen gewaschen und gut abgetropft in eine Dose für Donnerstag.

gibt weiter: ein paar Mangoldblätter, der halbe Feta
Mehrere Lauchstangen mit hellem Schaft und dunkelgrünen Blättern

DienstagLauch-Kartoffel-Suppe

Den Lauch längs halbieren und gründlich waschen, weil sich zwischen den Schichten gern Erde versteckt. Das helle und hellgrüne Stück in Ringe schneiden, das dunkle Grün in einen Gefrierbeutel für die nächste Brühe stecken.

Gleichzeitig die gesamten Kartoffeln kochen. Die Hälfte kommt geschält und gewürfelt mit dem Lauch, einer Karotte und etwas Sellerie in den Suppentopf, mit Wasser oder Brühe bedeckt und 20 Minuten gekocht. Teilweise pürieren, mit Muskat und Pfeffer abschmecken. Die andere Hälfte der Kartoffeln wandert ungeschält in den Kühlschrank.

gibt weiter: 500 g gekochte Kartoffeln
Hände würfeln einen orangefarbenen Kürbis auf einem grünen Schneidebrett

MittwochZwei Bleche Wurzelgemüse

Heute wird der Ofen voll genutzt. Rote Bete schälen und in Spalten schneiden, Karotten und den restlichen Sellerie in Stifte, den halben Kürbis mit Schale in Würfel. Auf zwei Bleche verteilen, damit nichts dämpft, mit Öl, Salz und etwas Kümmel mischen und bei 200 Grad etwa 35 Minuten rösten.

Ein Blech wird heute gegessen, mit dem restlichen Feta und einem Klecks Senf-Vinaigrette. Das zweite Blech kühlt ab und kommt abgedeckt in den Kühlschrank.

gibt weiter: ein Blech geröstetes Wurzelgemüse

DonnerstagBratkartoffeln mit Ofengemüse und Ei

Die Kartoffeln vom Dienstag in Scheiben schneiden und in einer großen Pfanne knusprig braten. Nach zehn Minuten das Ofengemüse vom Mittwoch und die zurückgelegten Mangoldblätter dazu. Vier Mulden formen, in jede ein Ei schlagen, Deckel drauf und warten, bis das Eiweiß gestockt ist.

Der Abend dauert kaum zwanzig Minuten, weil fast alles schon gegart ist. Der zweite halbe Kürbis bleibt im Ganzen liegen, er hält angeschnitten und mit Folie abgedeckt noch einige Tage.

gibt weiter: der halbe Kürbis, der Rotkohl

FreitagRotkohlsalat mit Apfel und Kürbis

Den Rotkohl fein hobeln, mit Salz und einem Schuss Essig kneten. Zwei Äpfel in feine Stifte schneiden und mit Öl, Senf und etwas Honig untermischen. Der restliche Kürbis wird in Spalten 20 Minuten im Ofen gebacken und lauwarm auf den Salat gelegt.

Was vom Rotkohl übrig bleibt, hält als Salat noch zwei, drei Tage und schmeckt am Wochenende als Beilage zu fast allem.

schließt den Kreis

Wenn die Kiste anders aussieht: Der Plan ist ein Gerüst. Statt Mangold geht Spinat, statt Lauch Brokkoli, statt Rote Bete Pastinaken. Entscheidend ist nur die Reihenfolge: erst das Blattgemüse, dann was einige Tage hält, am Ende das Robuste.

Was in der Kiste nicht zum Plan passt

Manchmal liegen Dinge in der Kiste, die man nicht bestellt hätte. Die Regel ist dann nicht, sie wegzulegen, sondern sie in ein bekanntes Gericht zu schmuggeln: in die Suppe vom Dienstag, auf eines der Bleche vom Mittwoch oder in die Pfanne vom Donnerstag. Wer einen großen Kohlkopf bekommt, teilt ihn wie auf der Seite über den ganzen Weißkohl beschrieben auf. Und wenn am Ende doch etwas übrig ist, hilft die Kühlschrank-Inventur aus dem dritten Kreis.

Bei einem Abo lohnt sich nach drei, vier Wochen ein ehrlicher Rückblick: Was ist jedes Mal liegen geblieben? Viele Anbieter erlauben, einzelne Gemüse auszuschließen oder die Kiste zu verkleinern. Eine kleinere Kiste, die ganz aufgegessen wird, ist am Ende günstiger als eine große, deren Rest im Kompost landet.

Zum Nachlesen: Zu gut für die Tonne: Richtig lagern · Verbraucherzentrale: Obst und Gemüse lagern

Mengen und Garzeiten sind Richtwerte aus unserer Küche. Jeder Herd heizt anders, und kein Kohlkopf wiegt genau so viel wie der nächste.